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Das
Musiktheater startete mit Rock-Opern, Musicals und Kabarett. Ab 1999
legte Dingo einen Schwerpunkt auf die Musik und Literatur des
Mittelalters. In
den aktuellen Programmen werden die alten Melodien mit einem historisch
inspirierten
Instrumentarium
wiedergegeben, die Texte sind meist in neuhochdeutschen Nachdichtungen
zu
hören.
Im Repertoire zur
Zeit: ein großes Elisabeth-Mysterienspiel,
das Kirchenprogramm "O Maria Flos
Virginum",
die lockeren "Lieder von Liebe,
Lust
und Leid" und diverse musikalisch begleitete Vortragsprogramme. Außerdem begleitet Dingo regelmäßig die
Sänger beim Minnesänger-Wettstreit, den die Mittelalterzeitschrift Karfunkel
präsentiert.
ES STUNT EIN FROUWE ALLEINE...
Das Musiktheater Dingo, seit Jahren auch bekannt durch hervorragende Sängerinnen, will
sich in einem Programm explizit den Frauen des Mittelalters widmen.
Nachdem sich das Musiktheater Dingo seit einem
Jahrzehnt schwerpunktmäßig den Minnesängern und
ihrem ungelohnten Dienst bei
einer hartherzigen Herrin
gewidmet hat, wird es Zeit für einen anderen Blickwinkel.Im neuen Programm, das 2010 Premiere feiert, geht es um die weibliche Perspektive. Im deutschen Sprachraum gibt es hingegen keine einzige überlieferte Minnesängerin. Allerdings gibt es Lieder diverser Minnesänger, die wie das berühmte Falkenlied des Kürenbergers, Walthers Lindenlied oder Neidharts Mutter-Tochter-Dialoge die Liebe aus Frauensicht schildern. Hinzu kommen anonyme Gesänge aus der Liedersammlung Carmina Burana, die die weibliche Sicht der Dinge bewahrt haben. Auch hier werden Beispiele zu hören sein. Wenn auch im weltlichen Bereich keine Musik und Lyrik aus Frauenhand überliefert ist, so sieht es im geistlichen Bereich ein wenig anders aus. Im 13. Jahrhundert ist es Mechthild von Magdeburg, die eine geistig überhöhte Form der Minne über alles andere stellt: "Dy Minne ist grozir, grozir dan die berge". Schon eineinhalb Jahrhunderte vorher hat die Mystikerin Hildegard von Bingen ein ganz eigenwilliges musikalisches Werk hinterlassen. Das Musiktheater Dingo, das sich schon mit seinem Elisabeth-Mysterienspiel in mittelalterliche Spiritualität hineinbegab, wird deshalb erneut die höfische Pracht mit der klösterlichen Demut kontrastieren. Ergänzt wird das Musikprogramm um Hintergrundinformationen, Rezitationen und Theaterszenen zum Leben der mittelalterlichen Frau. >> Premiere: 26.2.2011, Stadtkirche Zierenberg. Mehr hier. >> Interessierte Veranstalter melden sich bei uns: 05671-925355 oder per Mail. KAISERHOCHZEIT IN SPEYER Es war schon ein ganz spezielles Event, das am ersten Septemberwochenende 2010 zum 700. Jubiläum der Hochzeit zwischen Johann von Luxemburg und Elisabeth von Böhmen in Speyer vom "Kulturverein Kaiserhochzeit" mit Unterstützung durch Land, kommunale Institutionen und den Kultursommer Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde. Mit 400 Akteuren wagten die Veranstalter den Spagat zwischen Brauchtums- und Traditionspflege (Spielmannszüge, Gesangsvereine, Tanzgruppen), Living- History-Aktionen mit vielen Akteuren und Reitern, und Aufführungen aus dem Bereich der höfischen und geistlichen Hochkultur (die Machaut-Messe im Dom Speyer und den 6. Minnesänger-Wettstreit). Wie einstmals von 700 Jahren wurde am Vorabend der Hochzeit in Zeiskam gefeiert, am Sonntag gab es dann die offizielle Trauung. Ein Festzug, eine Messe im Dom, Reitervorführungen, sowie Darstellungen der Lehens- und Hochzeitszeremonien begleiteten das Spektakel, das dank Sonnenschein am Himmel und in den Herzen der vielen begeisterten Mitwirkenden zu einer runden Sache wurde. STAUFERFEST AUF DEM TRIFELS In den Vorjahren gab es auf Burg Trifels zwei Minnesänger-Wettstreite. Die Sieger dieser Veranstaltungen waren geladen, um die Musik der Stauferzeit zum Klingen zu bringen. Das gelang Knud Seckel (1. Preis 2009), Hans Hegner (2. Preis 2008) und Holger Schäfer (1. Preis 2008) ausgesprochen gut. Zur Begleitung waren Claudia Heidl, Jan-Marcus Lapp und Lothar Jahn vom Musiktheater Dingo angereist, dazu Hegner Partnerin von der "Kleinen Sekunde" Cosima Hoffmann. Es gab mittelalterliche Klänge in großer Klangfarbenvielfalt zu erleben, was beim Publikum ausnehmend gut ankam. Besonders gut war die Zusammenarbeit mit der Tanz- und Theatergruppe "Faux Pas", die zu fröhlichen Fröhlingsliedern ausgelassen tanzte und auch das Publikum gekonnt mit einbezog. OUGENWEIDE-JUBILÄUM MIT MUSIKTHEATER DINGO Ab Ende Mai steht nun das 74-Minuten-Album "Tribut an Ougenweide - Minne, Rock und Zaubersprüche", das beim Label Emmuty Records erscheint, bundesweit in den Läden. Mit dabei sind bekannte Bands wie In Extremo, Poeta Magica, Oni Wytars, Triskilian und Duivelspack. "Von Mittellalter-Klassik bis hin zum harten Rock - alle verneigen sich vor Ougenweide." Bereits erschienen ist ein 22-minütiges Mini-Album, auf dem die beteiligten Musiker gemeinsam im Stil eines Konzeptalbums der 70er Jahre Ougenweides schönstes Stück interpretieren: die "Merseburger Zaubersprüche". Zauberei und Harzer Hexenkunst war auch am Werk, als die drei DIngo-Hexen Dagmar Jahn, Claudia Heidl und Gerda Weinreich den bewährten Sänger-Wettstreitmoderator Meister Frauenlob Peter Will (siehe Foto von Hans-Georg Nitz) auf eine Reise in die Gegenwart schickten. Am 5. Juni fand nämlich im Zusammenhang mit der CD-Präsentationauf auf Burg Falkenstein im Harz ein großes Tribut-Konzert in Form eines Sängerstreites statt, bei dem die Originalmitglieder von Ougenweide den besten Interprteten eines ihrer Lieder küren durften. Die Mitteldeutsche Zeitung lobte die Veranstaltung als bislang "nicht nur musikalisch besten Minnewettstreit": Ganz im Sinne von "Ougenweide" schlug der Abend eine Brücke vom Mittelalter ins Heute. Alle Achtung, was die neun Wettbewerbsteilnehmer und besonders die "Dauerunterstützer" vom nordhessischen Musiktheater "Dingo" da boten, war nicht nur eine "Augenweide", sondern musikalisch ein Genuss. Hervorstechend dabei die Dingo-Solistin Dagmar Jahn mit klarer, sauberer Stimme sowie Virtuosität an den Flöten. So gestalteten die Dingos und die wetteifernden Musikanten gleichzeitig eine Schau oft längst aus dem Ohr gekommener Instrumente: Großbass-Krummhorn, Djembe, Hang, Geyerleier, Portativ oder Pandeiro und Guitarron, wer kennt sie aus dem musikalischen Alltag? Obwohl mit Künstlern wie Holger Schäfer, Marcus van Langen, Arundo und Ursel Peters hochkarätige Solisten und Ensembles am Start waren, gingen am Ende alle 3 Preise an eine einzige Gruppe: das ultra-charmante Frauenquintett "Die Irrlichter" aus Köln wurde sowohl von Ougenweide als auch vom Publikum als auch vom Mittelalter-Radio Aena nach einer Hörerabstimmung als Sieger gekürt. Ihre betörende Version von "Wan si dahs" bekam alle drei Preise. Ein großes Erlebnis war der gemeinsame Gesang der ca. 40 Künstler beim Eingangsstück "Neidhart", dem Preislied an "Dy Minne" und natürlich den "Merseburger Zaubersprüchen" als Finale. Am Ende der Veranstaltung erinnerten Dingo mit dem Lied "Einem Lieben" aus der aktuellen Ougenweide-CD "Herzsprung" und einer Schweigeminute an den großartigen Musiker Frank Wulff, der mit seiner Musik Ougenweide so stark geprägt und viele Musiker der heutigen Szene beeinflusst hat. >> Am 27.6. hieß es in der Lindenmühle Burguffeln "Minne, Rock und Zaubersprüche": Der Berliner Minnesänger Hans Hegner und Lothar Jahn präsentierten ab 20 Uhr ihre "Hommage an Ougenweide". Hier die Pressekritik aus der HNA. >> Rückblicke von den Irrlichtern, Minnesang.com, Mitteldeutscher Zeitung und Dia-Show von Jens Murer. Minne Graw mit ihrem Lebensgefährten Lothar und den "Jungs" von Ougenweide
Wolfgang von Henko, Stefan Wulff und Olaf Casalich bei schönstem Sonnenschein in Falkenstein.
>> Das Album "Tribut an Ougenweide" gibt es für 15 Euro plus 3 Euro Versand per E-mail.
MERSEBURGER ZAUBERSPRÜCHE > Mehr Infos hier. > Bestellung per E-mail. 40 JAHRE OUGENWEIDE: DINGO EHRT DIE VORREITER >> Video-Trailer zum Tributsampler. >> "Tribut an Ougenweide" bestellen für 15 Euro plus 3 Euro Versand per E-mail. GLANZVOLLES EUROPÄISCHES MINNESANG-FESTIVAL MEDIEN-ECHO ZUM FESTIVAL Presse, Rundfunk und Fernsehen waren in großer Zahl in Braunschweig vertreten, wir können hier nur eine kleine Auswahl aus den Berichten bieten: ZDF 24.10.2009; HR Fernsehen "Hessenschau" 14.10.2009; Deutschlandradio Kultur 18.10.2009; RTL 17.10.2009; WDR Tonart 22.10.2009; NDR Das! 23.10.2009; Die Zeit 18.10.2009; TAZ 15.7.2009; HNA 15.10.2009; Münstersche Zeitung 17.10.2009; BILD 19.10.2009; Braunschweiger Zeitung 19.10.2009 (Sänger-Wettstreit); Land und Leute 21.10.2009; Hamburger Abendblatt 19.10.2009; Main-Echo 19.10.2009; Zürichsee-Zeitung 21.10.2009 LIEDER VON LIEBE, LUST UND LEID NOCHMAL ELISABETH Ein Wiedersehen mit Elisabeth von Thüringen, ihren Dienerinnen und Freundinnen, mit Konrad von Marburg und den hohen Damen und Herren von der Wartburg gab es am 11. Juni in Harle: Noch einmal zeigte Dingo Ausschnitte aus seinem erfolgreichen Mysterienspiel "Elisabeth: Keine wie wir", dazu gab es historische Erläuterungen von Dr. Lothar Jahn zu Elisabeths Leben und ihrer Zeit. Das Stück, das im Jahr 2007 in der Marburger Elisabethkirche erstmals von Dingo gezeigt wurde, verbindet Biografisches mit Originalmusik aus Elisabeths Zeit, dargeboten auf mittelalterlichen Instrumenten. Lieder des Minnesangs und geistliche Gesänge sind zu hören. Die ausverkaufte Veranstaltung in Harle kam sehr gut an. Die Mischung aus Emotion und Information überzeugte die Besucher. Eingebettet war die Vorführung in einen Mittelaltertag beim 800-jährigen Dorfjubiläum (Foto: Elisabeth und Ludwig von Thüringen versprechen einander die Ehe, Darsteller: Eva Wachter und Sebastian Stüer). >> Fotoschau zum Mysterienspiel in der Elisabethkirche hier. >> Mehr zum Stück hier. >> Das Elisabeth-Video mit einem Livemitschnitt kann 15 Euro üplus 3 Euro Versand hier bestellt werden. Am Samstag, den 16. Mai, gab es erneut ein "Minnespiel im Rittergut" auf dem Wasserschloss Wülmersen. Nachdem der Hessische Rundfunk im Februar eine Sendung aus Wülmersen ausgestrahlt hatte, um die Arbeit des Musiktheaters Dingo vorzustellen, zeigte sich Dingo einmal wieder live in bester Laune. Gezeigt wurde die Geschichte um Johannes von Stockhausen, der lernen muss, angemessen um die edle Gertrude von Markessen zu werben. Das Stück begann mit der feierlichen Übergabe das Tafelgutes Wülmersen an die Mönche von Helmarshausen als Prolog. Die Haupthandlung war dann zweihundert Jahre später angesiedelt: Es wurde gezeigt, wie der Ritter Johannes von Stockhausen lernen musste, angemessen um die edle Jungfer Gertrude zu werben. Diese etwas schwierige und umständliche Romanze, die vom spielfreudigen Musiktheater nach den spärlich überlieferten Fakten genussvoll ausgemalt wurde, begründete dann den Übergang vom geistlichen in weltlichen Besitz. Bekanntlich waren die Stockhausens bis ins 20. Jahrhundert hinein Herren in Wülmersen. Eine wichtige Rolle spielte damals der etwas zwielichtige Abt Reimbold (hier dargestellt von Bernd Bonnet), dessen Namen von Dingo wörtlich genommen wurde: Der Bühnen-Abt leidet unter chronischem Reimzwang und redet nur in Versen. Überhaupt spielen die Künste eine große Rolle im Stück: Die Jungfer Gertrude erwartet von ihrem angehenden Bräutigam Sang, Tanz und Schauspielerei, bevor sie ihn erhört. Johannes, ein kühl rechnender Kaufmann, hat dafür aber überhaupt keinen Sinn. So werden Spielleute, Musikanten, Gaukler und Geschichtenerzähler nach Wülmersen einbestellt. Im Mai fanden sich der vierfach preisgekrönte Minnesänger und Harfenspieler Holger Schäfer, das Duo Deliberatio, der Harz-Minne-Barde Volker Wysk, der Erzähler Frank Limbach, die Märchen-Dame Gerda Weinreich, das Tanz-Trio Heidl/Zastrow(Lapp und Dagmar und Lothar Jahn mit Mittelalterklängen zwischen Minne und Maria ein. Nicht zu vergessen ihr Sohn Michel Jahn (10) als Stargast an der Trommel. Veranstalter war der Eigenbetrieb "Jugend- und Freizeiteinrichtungen" des Landkreises Kassel. >>Mehr zum Stück hier. HR 4 BEI DINGOAm Karnevalssonntag hatte HR 4 ins Wasserschloss Wülmersen geladen, um dort mit dem Hofgeismarer Musiktheater Dingo ein kleines Kontrastprogramm zu bieten. Zwar waren die Akteure von Dingo auch verkleidet – im Mittelpunkt Peter Will als Bischof von Paderborn und Bernd Bonnet als Helmarshäuser Abt, die die Geschichte des Rittergutes Wülmersen in einer Kurzszene wachriefen, die für viel Heiterkeit sorgte. Doch die liebevollen, im mittelalterlichen Stil gehaltenen Kostümierungen machten klar, dass bei allem Witz, der die zweistündige Sendung „Mein Verein“ auch prägte, hier nicht das närrische Element im Mittellpunkt stand. Denn während Karnevalistisches im Stil der „Kreuzberger Nächte“ zwischen den Wortbeiträgen über den Sender gingen, sangen die Dingo-Akteure in Wülmersen melancholische Lieder von der Liebe zum Klang historischer Instrumente. Unterstützung bekamen sie dabei vom vierfach preisgekrönten Minnesänger Holger Schäfer aus Adelebsen. Ab und zu konnte das Radiopublikum auch am Kontrastprogramm teilhaben: Immerhin wurden drei Lieder des Musiktheaters in voller Länge gesendet. In Interviews mit dem langjährigen Dingo-Vorsitzenden Dr. Lothar Jahn wurde dann der Verein vorgestellt. Auch die „48-Sunden-Aufgabe“, die Dingo am Wochenende bekommen hatte, brachte Einblicke in die Vereinsgeschichte: Eine Ausstellung mit 30 Exponaten aus 30 Jahren dokumentierte den Weg vom jugendlichen Rocktheater zum anerkannten Interpreten historischer Stoffe. Die Ausstellungsstücke reichten von Kostümen und Requisiten über Bühnenbild-Elemente bis hin zu Instrumenten (darunter eine vom Lautsprecher demolierte Oud) und dem DDR-Bassverstärker der Marke Regent, der in Dresden vom Preisgeld des Carl-Maria-von-Weber-Preises 1988 gekauft wurde. Auch ein Quiz gehörte zum Programm: Die Kandidaten Claudia Heidl und Bernd Bonnet scheiterten nur an einer Frage. Auch im Publikum wusste keiner, der wievielte Hessentag es denn nun eigentlich war, bei dem „Dingo“ 1978 in Hofgeismar seine allererste Premiere hatte (es war der 18.!). Dorothea Fellinger stellte dann noch die Aktivitäten im gut restaurierten Wasserschloss Wülmersen vor und wies auf weitere Veranstaltungen hin: Dazu gehört auch eine Wiederholung des „Minnespiels im Rittergut“ mit Dingo am 16. Mai. Sportliche Unterstützung erhielten die Musiker vom VC Blockfrei, dessen Mitglieder sich auf einem Stepp-Trainer die Füße wund liefen und damit dem Musiktheater zu weiteren Punkten verhalfen. Moderator Carsten Gohlke, der sichtliche Freude an der Sendung hatte, sagte den Sportlern spontan zu, im nächsten Jahr auch mit ihnen eine Sendung zu machen. FALKEN, LERCHEN, NACHTIGALLEN Die Minnesänger-Szene präsentiert sich auf einer neuen CD mit dem Titel "Falken, Lerchen, Nachtigallen". Zu hören sind Lieder über Falken, Lerchen, Nachtigallen und andere Vögel. Doch die gefiederten Freunde dienen den mittelalterlichen Dichtern und Sängern natürlich nur als Bild, um Ihre Herzensnöte oder ihre Sicht der Welt darzustellen. FALKEN:
Das bekannte Falkenlied des Kürenbergers ist in einer
ungewöhnlichen Version zu hören. Zum einen hat der Berliner
Sänger Hans Hegner viele Strophen mit einbezogen, die sonst nie
gesungen werden. Zum anderen mischt er mittelalterliches
Instrumentarium mit den Rhythmen eines Drumsets (gespielt von Olaf
Casalich, Ougenweide-Drummer und auch als Sänger dabei).
Zweieinhalb Jahrhunderte nach dem Kürenberger schrieb der
Mönch von Salzburg eine Parodie auf das berühmte Lied. Diese
wird vom bekannten Salzburger Ensemble Dulamans Vröudenton
dargeboten. Auch der vom Kürenberger-Lied beeinflusste Falkentraum
Kriemhilds aus dem Nibelungenlied (in Versmaß und Ton identisch)
ist zu hören, in einer Version spärlich instrumentierten
Version von Meister Frauenlob zwischen Gesang und Deklamation. LERCHEN: Bernart de Ventadorns berühmtes Lerchenlied wird von Knud Seckel (Minnesänger des Jahres 2007) in Originalsprache zur Harfe dargeboten, er kombiniert seine Interpretation mit der Kontrafaktur des Winterliedes von Dietmar von Aist in der selben Melodie. Zum Ausklang stimmt Dagmar Jahn, die auch zum Eingang mit dem Musiktheater Dingo Wizlaw von Rügens "Weckruf" darbietet, das Lerchenlied in einer neuhochdeutschen Nachdichtung an. NACHTIGALLEN: Schön sang die Nachtigall unter der Linde, das wissen wir von Walther. Sein Lindenlied ist in zwei Interpretationen zu hören: Michael Hoffkamp singt es in gewohnter Form zur Laute und zarten Streicherklängen, Marcus van Langen - wagemutig wie immer - liefert eine brachiale Neuvertonung als Metal-Blues. Weitere Lieder der musikalisch höchst abwechslungsreich gestalteten CD widmen sich der Schwalbe, dem Raben, dem Kuckuck und einem seltsamen Vogel names Krappaney. ![]() Marcus van Langen und Ensemble in Trifels. Das Programm bestand auch live seine Bewährungsprobe: Unter dem Titel "Ich zog mir einen Falken" wurden im August und im Oktober auf Burg Falkenstein im Harz und auf dem Trifels in Rheinland-Pfalz Minnesänger-Wettstreite mit den Interpreten des Albums durchgeführt. Die Sieger hießen in Falkenstein Knud Seckel und Wilfried Staufenbiel, auf dem Trifels gingen zwei Preise an Holger Schäfer und ein Ehrenpreis für sein Lebenswerk an Olaf Casalich von Ougenweide. >> Alle Texte des Albums hier. 30-JÄHRIGES JUBILÄUM Am 15. Juni beging das Hofgeismarer Musiktheater Dingo sein Dreißigjähriges. Gefeiert wurde in der Lindenmühle Burguffeln. 12 Stunden Programm wurden geboten. Viele Dingo-Mitreiter aus 3 Jahrzehnten, dazu Freunde und Fans fanden sich ein. Es wurde ein schöner Tag mit Live-Musik, Videos und Diashows aus der gesamten Schaffenszeit und Streifzügen durch die Dingo-Historie. > Mehr Informationen zum Jubliläum hier. > Plakat "30 Jahre Dingo" hier. > Video-Erinnerungen zum 30jährigen:
O MARIA FLOS VIRGINUM Spirituell und meditativ Bei
der 1000-Jahr-Feier der Stadt Deisel sorgte es sogar beim
Bürgermeister
für eine Gänsehaut: das Programm "O
Maria Flos Virginum" des Musiktheaters Dingo: spirituelle und
meditative Klänge aus dem Fundus der Cantigas de Santa Maria, der
Mönchsgesänge aus Montserrat und der Minnesänger.
Zum Konzert in Deisel schrieb die örtliche Tageszeitung: Der Gottesdienst am Sonntagmorgen hinterließ nachhaltigen Eindruck bei den Besuchern. Pfarrer Hans-Wilhelm Wolff und das Musiktheater Digo luden die Kirchgänger zu einer musikalischen Zeitreise ein und fanden großen Anklang. "Ich hatte eine Gänsehaut beim Wiedereintritt in die Realität, mit dem Markttreiben im strahlenden Sonnenschein dachte ich einmal mehr: Deisel lebt," beschrieb Bürgermeister Bernhard Klug die Wirkung. (HNA Hofgeismar, 6.9.05) Bürgermeister Klug bedankte sich auch persönlich bei der Gesangssolistin Dagmar Jahn (Sopran) und bei Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn für das "beeindruckende Konzert". Das Programm war zuletzt in Kassel-Nordshausen und auf der Löwenburg zu erleben. > Kirchen, Klöster und Kapellen sind der geeignete Ort für dieses Programm. Wer dort Konzerte veranstaltet, kann sich gern an uns wenden, dieses Programm spielen wir immer wieder mit Hingabe. Kontakt per E-mail hier. LIVE-CD ERHÄLTLICH Dingo in der Kirche Es waren zwei ganz besondere Auftritte Ende März 2004: Bei der Nieheimer Kulturnacht und in der Altstädter Kirche Hofgeismar bot Dingo erstmals sein speziell für Kirchenräume entwickeltes Programm "O Maria Flos Virginum - Mittelaltermusik zwischen Minne und Maria" dar. Dabei wurden die Bezüge von Marienverehrung in der geistlichen Musik des Mittelalters und der Anbetung der unerreichbaren Herrin im Minnesang spürbar. Die Aufnahmen von Gottfried Milde fangen die ergreifende Atmosphäre dieser Konzerte sehr gut ein. Als Gesangssolisten sind als Eckpfeiler die Sopranistin Dagmar Jahn und der markige Bass Jochen Faulhammer dabei. Dazwischen setzten Katharina grote Lambers (Alt), Reinhold Schmidt (Tenor) und Gisbert Ostermann (Bariton) weitere Akzente, jeder mit seiner ganz eigenen Note. Die CD hat etwa eine Stunde Länge und enthält folgende Stücke:
> Die
CD "O Maria Flos Virginum" kostet 15 Euro, hinzu kommt eine
Versandpauschale
von 2 Euro. Bestellung per E-mail!
Zum
gleichen Preis bietet Dingo auch die CD "Krippe und Kreuz" mit
Geschichten,
Gesängen und Gedichten zur Weihnacht an. Dabei gibt es gratis ein
ausführliches Textbuch mit viel Stoff zum Nachdenken in der
Weihnachtszeit
dazu. Bestellung per E-mail! MINNESÄNGER
IM KINDERKANAL Dingo bei "Wissen macht Ah!" "Minnesang - was ist das?" Dies ist das Thema eines Beitrags zur beliebten Sendung "Wissen macht Ah!", der Anfang Oktober 2003 produziert wurde und immer wieder im Kinderkanal gezeigt wurde. Das Hofgeismarer Musiktheater Dingo erklärt darin in Spielszenen und Liedern, was es mit dieser Gattung mittelalterlicher Musik und Dichtung auf sich hat. "Die Dreharbeiten auf der Burg in Siegen haben viel Kraft gekostet," erinnert sich Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn. Dingo war mit einem guten Dutzend Akteure ins Siegerland gereist, um die Szenen und Lieder mit farbenfrohen Kostümen und stilechtem mittelalterlichen Instrumentarium fernsehgerecht zu präsentieren. "Doch es war ein Tag, an dem sich die Sonne nur selten blicken ließ und ein eiskalter Wind blies - zudem hatte das Fernsehteam vom WDR mit Problemen der technischen Anlage des alten Schlosses zu kämpfen." Schritt für Schritt konnte der Beitrag aber doch abgedreht werden - immer bestaunt von den zahlreichen Touristen, die zu einer Schlossbesichtigung gekommen waren und von der Szenerie ferngehalten werden mussten. Reinhold Schmidt, Jochen Faulhammer und Lothar Jahn stellen in dem Beitrag drei Minnesänger dar, die um die spröde Schlossherrin (Ines Kottwitz) werben. Einen der drei wird sie am Schluss für seinen Gesang mit einem Kuss belohnen! Wer bringt ihr Herz zum Schmelzen? Katja Engelhardt vom WDR, die den Beitrag gemeinsam mit Dr. Lothar Jahn vom Musiktheater Dingo konzipierte, zeigte sich am Ende sehr angetan von dem Ergebnis: "Das Einzige, was fehlt, ist ein wenig mehr Sendezeit, um die Musik besser wirken zu lassen," bedauert sie in einem Beitrag im Gästebuch der Homepage des Musiktheaters (www.musiktheater-dingo.de). Doch es geht der Sendung, die sich als eine Fortsetzung der "Sendung mit der Maus" für Schulkinder bis ins Jugendalter hinein versteht, in erster Linie um Wissensvermittlung über diese interessanten Epoche der Musik- und Literaturgeschichte. Drei Lieder aus der Feder der Minnesänger Wizlaw, Reinmar und Tanhuser sind zu hören. RÜCKBLENDE
> Vor 3 Jahrzehnten: Fotorückblick auf die Rock-Oper "Dingo" > Dingo 2007: Foto-Rückblick auf das Elisabeth-Mysterienspiel > Alle Auftrittstermine vom Musiktheater Dingo hier. > Ein paar Musikbeispiele finden sich bei My Space. > Videos vom Musiktheater Dingo bei YouTube. Rügentournee 2003 "Wizlaw, der Verführer"
Ein
großer Erfolg war die Rügen-Tournee vom Musiktheater Dingo
Anfang
August 2003. In fünf Aufführungen brachte das nordhessische
Musiktheater "den
verlorenen Sohn Wizlaw zurück auf die Insel", wie die
Ostseezeitung
schrieb.
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