Vorhang auf für

Das Musiktheater Dingo wurde 1978 von Lothar Jahn und Peter Will gegründet. Seither ging die engagierte Amateur-Bühne mit vielen Eigenproduktionen auf Tournee. In allen Dingo-Produktionen ging es um die Verbindung von Musik und Theater, Chor- und Sologesang, Unterhaltung und Anspruch, Zeitgeschichte und persönlichem Bezug.  Ab Ende der 90er Jahre liegt der Schwerpunkt auf mittelalterlichen Stoffen.




Das Musiktheater startete mit Rock-Opern, Musicals und Kabarett. Ab 1999 legte Dingo einen Schwerpunkt auf die Musik und Literatur des Mittelalters. In den aktuellen Programmen werden die alten Melodien mit einem historisch inspirierten Instrumentarium wiedergegeben, die Texte sind meist in neuhochdeutschen Nachdichtungen zu hören. Im Repertoire zur Zeit: ein großes Elisabeth-Mysterienspiel, das Kirchenprogramm "O Maria Flos Virginum", die lockeren "Lieder von Liebe, Lust und Leid" und diverse musikalisch begleitete Vortragsprogramme. Außerdem begleitet Dingo regelmäßig die Sänger beim Minnesänger-Wettstreit, den die Mittelalterzeitschrift Karfunkel präsentiert.


ES STUNT EIN FROUWE ALLEINE...
Das Musiktheater Dingo, seit Jahren auch bekannt durch hervorragende Sängerinnen, will sich in einem Programm explizit den Frauen des Mittelalters widmen.  Nachdem sich das Musiktheater Dingo seit einem Jahrzehnt schwerpunktmäßig den Minnesängern und ihrem ungelohnten Dienst bei einer hartherzigen Herrin
gewidmet hat, wird es Zeit für einen anderen Blickwinkel.Im neuen Programm, das 2010 Premiere feiert, geht es um die weibliche Perspektive.
Gerda WeinreichFrauenlieder des Mittelalters werden erklingen: Zu hören sind z.B. Lieder der Trobairitz, der weiblichen Trobadors in Südfrankreich zwischen dem 11. und 13. Jh., denn anders als im deutschen Sprachraum sangen in Frankreich auch die Frauen bei Hofe von der Minne. Berühmtestes Beispiel ist Beatriz de Dia, deren Lied "A chantar" zu den ergreifendsten und bekanntesten Liedern dieser Zeit gehört.  Weitere bekannte Sängerinnen sind Castelloza, Clara D'Anduza und Tibors de Sarenom.

Im deutschen Sprachraum gibt es hingegen keine einzige überlieferte Minnesängerin. Allerdings gibt es Lieder diverser Minnesänger, die wie das berühmte Falkenlied des Kürenbergers, Walthers Lindenlied oder Neidharts Mutter-Tochter-Dialoge die Liebe aus Frauensicht schildern. Hinzu kommen  anonyme Gesänge aus der Liedersammlung Carmina Burana, die die weibliche Sicht der Dinge bewahrt haben. Auch hier werden Beispiele zu hören sein.
Wenn auch im weltlichen Bereich keine Musik und Lyrik aus Frauenhand überliefert ist, so sieht es im geistlichen Bereich ein wenig anders aus. Im 13. Jahrhundert ist es Mechthild von Magdeburg, die eine geistig überhöhte Form der Minne über alles andere stellt: "Dy Minne ist grozir, grozir dan die berge". Schon eineinhalb Jahrhunderte vorher hat die Mystikerin Hildegard von Bingen ein ganz eigenwilliges musikalisches Werk hinterlassen. Das Musiktheater Dingo, das sich schon mit seinem Elisabeth-Mysterienspiel in mittelalterliche Spiritualität hineinbegab, wird deshalb erneut die höfische Pracht mit der klösterlichen Demut kontrastieren. Ergänzt wird das Musikprogramm um Hintergrundinformationen, Rezitationen und Theaterszenen zum Leben der mittelalterlichen Frau.

>> Premiere: 26.2.2011, Stadtkirche Zierenberg. Mehr hier.
>> Interessierte Veranstalter melden sich bei uns: 05671-925355 oder per Mail.



KAISERHOCHZEIT IN SPEYER
Es war schon ein ganz spezielles Event, das am ersten Septemberwochenende 2010 zum 700. Jubiläum der Hochzeit zwischen Johann von Luxemburg und Elisabeth von Böhmen in Speyer vom "Kulturverein Kaiserhochzeit" mit Unterstützung durch Land, kommunale Institutionen und den Kultursommer Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde. Mit 400 Akteuren wagten die Veranstalter den Spagat zwischen Brauchtums- und Traditionspflege (Spielmannszüge, Gesangsvereine, Tanzgruppen), Living- History-Aktionen mit vielen Akteuren und Reitern, und Aufführungen aus dem Bereich der höfischen und geistlichen Hochkultur (die Machaut-Messe im Dom Speyer und den 6. Minnesänger-Wettstreit). Wie einstmals von 700 Jahren wurde am Vorabend der Hochzeit in Zeiskam gefeiert, am Sonntag gab es dann die offizielle Trauung. Ein Festzug, eine Messe im Dom, Reitervorführungen, sowie Darstellungen der Lehens- und Hochzeitszeremonien begleiteten das Spektakel, das dank Sonnenschein am Himmel und in den Herzen der vielen begeisterten Mitwirkenden zu einer runden Sache wurde.
Thomas SchallaböckDas Musiktheater Dingo war am Samstagabend beim Minnesänger-Wettstreit anno 1310 im Einsatz. Sechs Sänger schlüpften in die Rollen von Zeitgenossen des Kaiserpaares, begleitet von unseren bewährten Spielleuten. Meister Frauenlob und Henker Stempfel führten wie schon bei vielen Sängerstreiten durch den Abend, wobei diesmal Christian Zastrow die Frauenlob-Rolle übernahm, was er souverän meisterte. Bernd Bonnet gab mit seinen trockenen Kommentaren wie immer als Stempfel die rechte Würze. Der Hauptpreis ging diesmal nach Österreich, an unseren langjährigen Freund Thomas Schallaböck von "Dulamans Vröudenton" (Foto links), der in die Rolle von Johannes Hadlaub geschlüpft war. Herzlichen Glückwunsch nach Salzburg! Den Publikumspreis nahm einmal wieder Holger Schäfer aus Adelebsen entgegen, der als Konrad von Kirchberg im Kreise tanzender Jungfern den Frühling beschworen hatte. Die Zusammenarbeit mit den beiden Tanzgruppen von Heike Trosien aus Zeiskam war überhaupt ganz wunderbar, auch am Sonntag zogen wir beim Festzug gemeinsam durch die Stadt und hatten viel Freude zusammen. Danke auch fürs Teilen der Getränke, Waffeln und Brote mit den ausgehungerten Sängern und Spielleuten! Die Machaut-Messe mit Ordo Virtutum im Dom war dann ein ganz besonderer Höhepunkt: konzentriert und klangschön dargeboten, Stefan Morent und seine Sänger wurden ihrem guten Ruf mehr als gerecht!  Das Wochenende klang aus mit einigen Tänzen vor dem Dom, wobei nochmal Holger Schäfers "Freut euch" und Knud Seckels "En mai" angestimmt wurde. Anschließend gab es am CD-Tisch noch manches nette und interessierte Gespräch zum Thema Minnesang, Spruchdichtung und Kaiserhochzeit.

Dingo beim Minnesänger-Wettstreit


STAUFERFEST AUF DEM TRIFELS
Hexen mit FrauenlobDa staunte Kurt Beck, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident (siehe Foto rechts, Foto: Stefan Köhl), nicht schlecht: Am Ende des Stauferfestes Anfang August 2010 wurde er kurzerhand zum Kaiser gekrönt! Zunächst widmeten ihm die Musikanten ein Lied, das einst Walther von der Vogelweide seinem Landesherren, dem Landgrafen Hermann von Thüringen, zugedacht hatte: Dort wurde der Herrscher für Großmut, Kunstverstand und Freigiebigkeit gepriesen. Sodann durfte Beck sogar einen Thron besteigen: Er bekam eine Krone aufgesetzt und schlüpfte in die Rolle des deutschen Kaisers Heinrich VI., dem der Trifels-Gefangene Richard Löwenherz die Füße küsste, um ihm zu huldigen. Kurt Beck bedankte sich mit einem stilechten Friedenskuss nach Stauferart und wurde mit einem zarten Minnelied aus der Feder von Heinrich von Veldeke belohnt, das Knud Seckel zur Begleitung der Musikanten sang. 

In den Vorjahren gab es auf Burg Trifels zwei Minnesänger-Wettstreite. Die Sieger dieser Veranstaltungen waren geladen, um die Musik der Stauferzeit zum Klingen zu bringen. Das gelang Knud Seckel (1. Preis 2009), Hans Hegner (2. Preis 2008) und Holger Schäfer (1. Preis 2008) ausgesprochen gut. Zur Begleitung waren Claudia Heidl, Jan-Marcus Lapp und Lothar Jahn vom Musiktheater Dingo angereist, dazu Hegner Partnerin von der "Kleinen Sekunde" Cosima Hoffmann. Es gab mittelalterliche Klänge in großer Klangfarbenvielfalt zu erleben, was beim Publikum ausnehmend gut ankam. Besonders gut war die Zusammenarbeit mit der Tanz- und Theatergruppe "Faux Pas", die zu fröhlichen Fröhlingsliedern ausgelassen tanzte und auch das Publikum gekonnt mit einbezog.



OUGENWEIDE-JUBILÄUM MIT MUSIKTHEATER DINGO
Hexen mit FrauenlobIn den Siebziger Jahren waren Ougenweide aus Hamburg eine der fleißigsten deutschen Live-Bands: Die Musiker, die Folk- und Rockmusik mit Mittelalter- und Renaissance-Klängen verbanden, waren berühmt für ihre ausgedehnten Konzerte, bei denen am Ende begeistert gefeiert, getanzt und gesungen wurde. Das Musiktheater Dingo beteiligt sich aktiv an den Feierlichkeiten zum 40jährigen Gründungsjubiläum der Band (Foto: Ougenweide-Sänger Olaf Casalich mit Dingo-Musikern).. 
Ab Ende Mai steht nun das 74-Minuten-Album "Tribut an Ougenweide - Minne, Rock und Zaubersprüche", das beim Label Emmuty Records erscheint, bundesweit in den Läden. Mit dabei sind bekannte Bands wie In Extremo, Poeta Magica, Oni Wytars, Triskilian und Duivelspack. "Von Mittellalter-Klassik bis hin zum harten Rock - alle verneigen sich vor Ougenweide." Bereits erschienen ist ein 22-minütiges Mini-Album, auf dem die beteiligten Musiker gemeinsam im Stil eines Konzeptalbums der 70er Jahre Ougenweides schönstes Stück interpretieren: die "Merseburger Zaubersprüche". Zauberei und Harzer Hexenkunst  war auch am Werk, als die drei DIngo-Hexen Dagmar Jahn, Claudia Heidl und Gerda Weinreich den bewährten Sänger-Wettstreitmoderator Meister Frauenlob Peter Will (siehe Foto von Hans-Georg Nitz) auf eine Reise in die Gegenwart schickten. Am 5. Juni fand nämlich  im Zusammenhang mit der CD-Präsentationauf auf Burg Falkenstein im Harz ein großes Tribut-Konzert in Form eines Sängerstreites statt, bei dem die Originalmitglieder von Ougenweide den besten Interprteten eines ihrer Lieder küren durften. Die Mitteldeutsche Zeitung lobte die Veranstaltung als bislang "nicht nur musikalisch besten Minnewettstreit": Ganz im Sinne von "Ougenweide" schlug der Abend eine Brücke vom Mittelalter ins Heute. Alle Achtung, was die neun Wettbewerbsteilnehmer und besonders die "Dauerunterstützer" vom nordhessischen Musiktheater "Dingo" da boten, war nicht nur eine "Augenweide", sondern musikalisch ein Genuss. Hervorstechend dabei die Dingo-Solistin Dagmar Jahn mit klarer, sauberer Stimme sowie Virtuosität an den Flöten. So gestalteten die Dingos und die wetteifernden Musikanten gleichzeitig eine Schau oft längst aus dem Ohr gekommener Instrumente: Großbass-Krummhorn, Djembe, Hang, Geyerleier, Portativ oder Pandeiro und Guitarron, wer kennt sie aus dem musikalischen Alltag?
Obwohl mit Künstlern wie Holger Schäfer, Marcus van Langen, Arundo und Ursel Peters hochkarätige Solisten und Ensembles am Start waren, gingen am Ende alle 3 Preise an eine einzige Gruppe: das ultra-charmante Frauenquintett "Die Irrlichter" aus Köln wurde sowohl von Ougenweide als auch vom Publikum als auch vom Mittelalter-Radio Aena nach einer Hörerabstimmung als Sieger gekürt. Ihre betörende Version von "Wan si dahs" bekam alle drei Preise. Ein großes Erlebnis war der gemeinsame Gesang der ca. 40 Künstler beim Eingangsstück "Neidhart", dem Preislied an "Dy Minne" und natürlich den "Merseburger Zaubersprüchen" als Finale. Am Ende der Veranstaltung erinnerten Dingo mit dem Lied "Einem Lieben" aus der aktuellen Ougenweide-CD "Herzsprung" und einer Schweigeminute an den großartigen Musiker Frank Wulff, der mit seiner Musik Ougenweide so stark geprägt und viele Musiker der heutigen Szene beeinflusst hat.  
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Am 27.6. hieß es in der Lindenmühle Burguffeln "Minne, Rock und Zaubersprüche": Der Berliner Minnesänger Hans Hegner und Lothar Jahn präsentierten ab 20 Uhr ihre "Hommage an Ougenweide". Hier die Pressekritik aus der HNA.
>> Rückblicke von den Irrlichtern, Minnesang.com, Mitteldeutscher Zeitung und Dia-Show von Jens Murer.

Ougenweide in Falkenstein
Minne Graw mit ihrem Lebensgefährten Lothar und den "Jungs" von Ougenweide
Wolfgang von Henko, Stefan Wulff und Olaf Casalich bei schönstem Sonnenschein in Falkenstein.

>> Das Album "Tribut an Ougenweide" gibt es für 15 Euro plus 3 Euro Versand per E-mail.

MERSEBURGER ZAUBERSPRÜCHE
MerseburgerDas neue Album ist da, von Dingo Musik und Theater e.V. in Zusammenarbeit mit der Plattenfirma Emmuty Records verlegt. Ein Konzeptalbum ganz im Stil der 70er Jahre mit der schönsten Melodie von Ougenweide: den Merseburger Zaubersprüchen.  Der althochdeutsche Text stammt aus den Tagen der alten Germanen und wurde noch vor dem Jahr 1000 von einem Mönch aufgeschrieben, die Musik wurde vom kürzlich verstorbenen Frank Wulff am heimischen Harmonium erdacht. Nun haben große Namen der Mittelaltermusikszene von Oni Wytars über Triskilian und Poeta Magica bis hin zu Duivelspack und In Extremo sich zusammengetan, um mit den Merseburgern eine "Huldigung an Ougenweide" darzubringen. Das Mini-Album mit 22 Minuten Länge kostet 10 Euro plus 3 Euro Versand und kann direkt bei uns bestellt werden.
> Mehr Infos hier. > Bestellung per E-mail

40 JAHRE OUGENWEIDE: DINGO EHRT DIE VORREITER
OugenweidetributDas Musiktheater Dingo freut sich, am Sampler "Tribut an Ougenweide" mitwirken zu dürfen. Das Album, das bei Emmuty-Records  im Frühjahr 2010 erscheint,  ist hochkarätig besetzt. Größen der Mittelaltermusikszene wie Triskilian, Oni Wytars, Poeta Magica, Minnesangs Frühling, Van Langen und In Extremo sind dabei. Dingo widmet sich wie auch schon auf Burg Falkenstein im letzten Jahr (damals gemeinsam mit Ougenweide-Sänger Olaf Casalich) dem Herren Gerhard Atze, der einst nahe der Wartburg Walther von der Vogelweides Pferd erschoss. Solosänger ist Reinhold Schmidt, aber auch ein Frauentrio aus Katharina grote Lambers, Dagmar Jahn und Claudia Heidl ist mit einer Preisung der zarten Pflanzen zu hören, die man vorm Unkraut hüten muss. Hier wurde ein weiteres Stück von Ougenweide ("Swa guoter hande wurzen sint", vom allerersten Album) mit eingeflochten. Schließlich gibt es auch noch eine Rap-Einlage von Lothar Jahn ("Der Atze, der Atze, mit seiner hässlichen Fratze...."). Dagmar Jahn ist auch als Duettpartnerin von Holger Schäfer beim Abschlussrefrain von "Der Blinde und der Lahme" zu hören: Bei Holger Schäfers erstem Ausflug ins Rock-Genre holte außerdem Lothar Jahn seine elektrischen Instrumente vom Speicher!
>> Video-Trailer zum Tributsampler.
>> "Tribut an Ougenweide" bestellen für 15 Euro plus 3 Euro Versand per E-mail.

GLANZVOLLES EUROPÄISCHES MINNESANG-FESTIVAL
Dagmar Jahn, Sigunes Klage
Das Musiktheater Dingo war dabei, als im Oktober 2009 in Braunschweig das Europäische Minnesang-Festival über die Bühne ging (Foto: Dagmar Jahn singt "Sigunes Klage", links hinten die Musiker von Dingo, vorne die Derniers Trouvères aus Frankreich). Gäste aus sieben Ländern waren erschienen, um der Kunst des Minnesangs zu huldigen.  Fast 500 Besucher kamen zum ersten Europäischen Minnesänger-Wettstreit in der Kirche St. Martini, bei dem die Akteure von Dingo eine Rahmenhandlung spielten und die Sänger musikalisch begleiteten.  Außerdem waren bei dem Festival zu erleben: Karmína (Tschechien), John Potter (England), Flor Enversa (Frankreich), Les Derniers Trouvères (Frankreich) sowie Knud Seckel und Karsten Wolfewicz mit jeweils einem Vortrag inklusive Musik des Minnesangs.
Reinhold Schmidt als KaiserReinhold Schmidt begrüßte als Kaiser Otto IV. (Foto rechts) in der eindrucksvollen Kirche St. Martini am Altstadtmarktplatz die angereisten Sänger, die seiner Größe huldigten. Sieger des Wettbewerbs wurden Davide Di Giannantonio (Italien, Hauptpreis) und Marián Krejcík (Tschechien, Publikumspreis). Das Minnesang-Festival hatte schon im Sommer begonnen mit dem Wettbewerb "Minne meets" und deutschen Mittelalterkünstlern, sowie einer fulminanten Feuerschau von Lux Aeterna, zu der Dingo gemeinsam mit Irrlichtern, Triskilian und den Sängern Hans Hegner, Holger Schäfer und Frank Wunderlich die Musik beisteuerte. Im Herbst folgten nun Auftritte mit namhaften Künstlern aus Stempfelganz Europa. Alle Konzerte waren gut besucht, das Medieninteresse war sehr groß - so waren u.a. der NDR, das ZDF, Deutschlandradio Kultur, der WDR und RTL beim Festival und berichteteten. Damit jeder den rechten Ton traf, stand  Henker Stempfel (Bernd Bonnet) vom Musiktheater Dingo in Abrufbereitschaft.  Doch am Ende des Sängerstreites war auch der Kaiser, den die Sänger zwischendurch sehr aufgebracht hatten, wieder zufrieden. So kam es zum harmonischen Ausklang mit dem "Festival-Hit" aus Walthers Feder "Hêr keiser, sît ir willekomen". (Fotos: Jens Ruge)

MEDIEN-ECHO ZUM FESTIVAL
Presse, Rundfunk und Fernsehen waren in großer Zahl in Braunschweig vertreten, wir können hier nur eine kleine Auswahl aus den Berichten bieten:
ZDF 24.10.2009; HR Fernsehen "Hessenschau" 14.10.2009;
Deutschlandradio Kultur
18.10.2009; RTL 17.10.2009;
WDR Tonart
22.10.2009; NDR Das! 23.10.2009; Die Zeit 18.10.2009;
TAZ 15.7.2009; HNA 15.10.2009; Münstersche Zeitung 17.10.2009;
BILD 19.10.2009; 
Braunschweiger Zeitung 19.10.2009 (Sänger-Wettstreit);
Land und Leute 21.10.2009;
Hamburger Abendblatt 19.10.2009;
Main-Echo 19.10.2009; Zürichsee-Zeitung 21.10.2009


LIEDER VON LIEBE, LUST UND LEID
Reinhold und Susanne SchmidtDas Musiktheater Dingo zeigte sein lockeres Programm mit mittelalterlichen Klassikern zwischen Melancholie und sprudelnder Lebenslust im Sommer 2009 zweimal: Zunächst im Heckentheater Kattenvenne am 28. Juni, dann beim Wolters Tavernenfest in Braunschweig am 18. Juli.
Das Mittelalter war nicht nur finster, es konnte auch leise, poetisch und farbenfroh sein. Das Liederprogramm von Dingo zeigt alle Facetten. Voller Sinnlichkeit und zupackender Erotk, dann aber auch wieder zart und zurückhaltend. Das ganze Spektrum des Lebensgefühls der Minnesänger und fahrenden Musikanten wird aufgeblättert, natürlich mit historisch inspirierten Instrumentarium, Spielwitz und manchen szenischen Einlagen. Mehr Informationen hier. Höhepunkt in Braunschweig war die phänomenale Feuerschau von Lux Aeterna, zu der Dingo gemeinsam mit Hans Hegner, Holger Schäfer, den Irrlichtern und Triskilian musizierte. Eine halbe Stunde Musik, Feuerkunst und Tanz in wunderbarer Abstimmung. 


NOCHMAL ELISABETH
Ein Wiedersehen mit Elisabeth von Thüringen, ihren Dienerinnen und Freundinnen, mit Konrad von Marburg und den hohen Damen und Herren von der Wartburg gab es am 11. Juni in Harle: Noch einmal zeigte Dingo Ausschnitte aus seinem erfolgreichen Mysterienspiel "Elisabeth: Keine wie wir", dazu gab es historische Erläuterungen von Dr. Lothar Jahn zu Elisabeths Leben und ihrer Zeit.

Das Stück, das im Jahr 2007 in der Marburger Elisabethkirche erstmals von Dingo gezeigt wurde, verbindet Biografisches mit Originalmusik aus Elisabeths Zeit, dargeboten auf mittelalterlichen Instrumenten. Lieder des Minnesangs und geistliche Gesänge sind zu hören. Die ausverkaufte Veranstaltung in Harle kam sehr gut an. Die Mischung aus Emotion und Information überzeugte die Besucher. Eingebettet war die Vorführung in einen Mittelaltertag  beim 800-jährigen Dorfjubiläum (Foto: Elisabeth und Ludwig von Thüringen versprechen einander die Ehe, Darsteller: Eva Wachter und Sebastian Stüer).  

>> Fotoschau zum Mysterienspiel in der Elisabethkirche  hier.
>> Mehr zum Stück hier.
>> Das Elisabeth-Video mit einem Livemitschnitt kann 15 Euro üplus 3 Euro Versand hier bestellt werden.

ElisabethkalenderWIEDER MINNESPIEL
Am Samstag, den 16. Mai, gab es erneut ein "Minnespiel im Rittergut" auf dem Wasserschloss Wülmersen. Nachdem der Hessische Rundfunk im Februar eine Sendung aus  Wülmersen ausgestrahlt hatte, um die Arbeit des Musiktheaters Dingo vorzustellen, zeigte sich Dingo einmal wieder live in bester Laune. Gezeigt wurde die Geschichte um Johannes von Stockhausen, der lernen muss, angemessen um die edle Gertrude von Markessen zu werben.
Das Stück begann mit der feierlichen Übergabe das Tafelgutes Wülmersen an die Mönche von Helmarshausen als Prolog. Die Haupthandlung war dann zweihundert Jahre später angesiedelt: Es wurde gezeigt, wie der Ritter Johannes von Stockhausen lernen musste, angemessen um die edle Jungfer Gertrude zu werben. Diese etwas schwierige und umständliche Romanze, die vom spielfreudigen Musiktheater nach den spärlich überlieferten Fakten genussvoll ausgemalt wurde, begründete dann den Übergang vom geistlichen in weltlichen Besitz. Bekanntlich waren die Stockhausens bis ins 20. Jahrhundert hinein Herren in Wülmersen.  Eine wichtige Rolle spielte damals der etwas zwielichtige Abt Reimbold (hier dargestellt von Bernd Bonnet), dessen Namen von Dingo wörtlich genommen wurde: Der Bühnen-Abt leidet unter chronischem Reimzwang und redet nur in Versen. Überhaupt spielen die Künste eine große Rolle im Stück: Die Jungfer Gertrude erwartet von ihrem angehenden Bräutigam Sang, Tanz und Schauspielerei, bevor sie ihn erhört. Johannes, ein kühl rechnender Kaufmann, hat dafür aber überhaupt keinen Sinn. So werden Spielleute, Musikanten, Gaukler und Geschichtenerzähler nach Wülmersen einbestellt.  

Im Mai fanden sich der vierfach preisgekrönte Minnesänger und Harfenspieler Holger Schäfer, das Duo Deliberatio, der Harz-Minne-Barde Volker Wysk, der Erzähler Frank Limbach, die Märchen-Dame Gerda Weinreich, das Tanz-Trio Heidl/Zastrow(Lapp und Dagmar und Lothar Jahn mit Mittelalterklängen zwischen Minne und Maria ein. Nicht zu vergessen ihr Sohn Michel Jahn (10) als Stargast an der Trommel. Veranstalter war der Eigenbetrieb "Jugend- und Freizeiteinrichtungen" des Landkreises Kassel.  
>>Mehr zum Stück hier.



HR 4 SendungHR 4 BEI DINGO
Am Karnevalssonntag hatte HR 4 ins Wasserschloss Wülmersen geladen, um dort mit dem Hofgeismarer Musiktheater Dingo ein kleines Kontrastprogramm zu bieten. Zwar waren die Akteure von Dingo auch verkleidet – im Mittelpunkt Peter Will als Bischof von Paderborn und Bernd Bonnet als Helmarshäuser Abt, die die Geschichte des Rittergutes Wülmersen in einer Kurzszene wachriefen, die für viel Heiterkeit sorgte.

Doch die liebevollen, im mittelalterlichen Stil gehaltenen Kostümierungen machten klar, dass bei allem Witz, der die zweistündige Sendung „Mein Verein“ auch prägte, hier nicht das närrische Element im Mittellpunkt stand. Denn während Karnevalistisches im Stil der „Kreuzberger Nächte“ zwischen den Wortbeiträgen über den Sender gingen, sangen die Dingo-Akteure in Wülmersen melancholische Lieder von der Liebe zum Klang historischer Instrumente. Unterstützung bekamen sie dabei vom vierfach preisgekrönten Minnesänger Holger Schäfer aus Adelebsen.

Ab und zu konnte das Radiopublikum auch am Kontrastprogramm teilhaben: Immerhin wurden drei Lieder des Musiktheaters in voller Länge gesendet. In Interviews mit dem langjährigen Dingo-Vorsitzenden Dr. Lothar Jahn wurde dann der Verein vorgestellt. Auch die „48-Sunden-Aufgabe“, die Dingo am Wochenende bekommen hatte, brachte Einblicke in die Vereinsgeschichte: Eine Ausstellung mit 30 Exponaten aus 30 Jahren dokumentierte den Weg vom jugendlichen Rocktheater zum anerkannten Interpreten historischer Stoffe. Die Ausstellungsstücke reichten von Kostümen und Requisiten über Bühnenbild-Elemente bis hin zu Instrumenten (darunter eine vom Lautsprecher demolierte Oud) und dem DDR-Bassverstärker der Marke Regent, der in Dresden vom Preisgeld des Carl-Maria-von-Weber-Preises 1988 gekauft wurde. Auch ein Quiz gehörte zum Programm: Die Kandidaten Claudia Heidl und Bernd Bonnet scheiterten nur an einer Frage. Auch im Publikum wusste keiner, der wievielte Hessentag es denn nun eigentlich war, bei dem „Dingo“ 1978 in Hofgeismar seine allererste Premiere hatte (es war der 18.!). Dorothea Fellinger stellte dann noch die Aktivitäten im gut restaurierten Wasserschloss Wülmersen vor und wies auf weitere Veranstaltungen hin: Dazu gehört auch eine Wiederholung des „Minnespiels im Rittergut“ mit Dingo am 16. Mai. Sportliche Unterstützung erhielten die Musiker vom VC Blockfrei, dessen Mitglieder sich auf einem Stepp-Trainer die Füße wund liefen und damit dem Musiktheater zu weiteren Punkten verhalfen. Moderator Carsten Gohlke, der sichtliche Freude an der Sendung hatte, sagte den Sportlern spontan zu, im nächsten Jahr auch mit ihnen eine Sendung zu machen.

FALKEN, LERCHEN, NACHTIGALLEN
Die Minnesänger-Szene präsentiert sich auf einer neuen CD mit dem Titel "Falken, Lerchen, Nachtigallen". Zu hören sind Lieder über Falken, Lerchen, Nachtigallen und andere Vögel. Doch die gefiederten Freunde dienen den mittelalterlichen Dichtern und Sängern natürlich nur als Bild, um Ihre Herzensnöte oder ihre Sicht der Welt darzustellen.

Falken, Lerchen CDFALKEN: Das bekannte Falkenlied des Kürenbergers ist in einer ungewöhnlichen Version zu hören. Zum einen hat der Berliner Sänger Hans Hegner viele Strophen mit einbezogen, die sonst nie gesungen werden. Zum anderen mischt er mittelalterliches Instrumentarium mit den Rhythmen eines Drumsets (gespielt von Olaf Casalich, Ougenweide-Drummer und auch als Sänger dabei). Zweieinhalb Jahrhunderte nach dem Kürenberger schrieb der Mönch von Salzburg eine Parodie auf das berühmte Lied. Diese wird vom bekannten Salzburger Ensemble Dulamans Vröudenton dargeboten. Auch der vom Kürenberger-Lied beeinflusste Falkentraum Kriemhilds aus dem Nibelungenlied (in Versmaß und Ton identisch) ist zu hören, in einer Version spärlich instrumentierten Version von Meister Frauenlob zwischen Gesang und Deklamation.

LERCHEN: Bernart de Ventadorns berühmtes Lerchenlied wird von Knud Seckel (Minnesänger des Jahres 2007) in Originalsprache zur Harfe dargeboten, er kombiniert seine Interpretation mit der Kontrafaktur des Winterliedes von Dietmar von Aist in der selben Melodie. Zum Ausklang stimmt Dagmar Jahn, die auch zum Eingang mit dem Musiktheater Dingo Wizlaw von Rügens "Weckruf" darbietet, das Lerchenlied in einer neuhochdeutschen Nachdichtung an.

NACHTIGALLEN: Schön sang die Nachtigall unter der Linde, das wissen wir von Walther. Sein Lindenlied ist in zwei Interpretationen zu hören: Michael Hoffkamp singt es in gewohnter Form zur Laute und zarten Streicherklängen, Marcus van Langen - wagemutig wie immer - liefert eine brachiale Neuvertonung als Metal-Blues. Weitere Lieder der musikalisch höchst abwechslungsreich gestalteten CD widmen sich der Schwalbe, dem Raben, dem Kuckuck und einem seltsamen Vogel names Krappaney.

Trifels
Marcus van Langen und Ensemble in Trifels.


Das Programm bestand auch live seine Bewährungsprobe: Unter dem Titel "Ich zog mir einen Falken" wurden im August und im Oktober auf Burg Falkenstein im Harz und auf dem Trifels in Rheinland-Pfalz Minnesänger-Wettstreite mit den Interpreten des Albums durchgeführt. Die Sieger hießen in Falkenstein Knud Seckel und Wilfried Staufenbiel, auf dem Trifels gingen zwei Preise an Holger Schäfer und ein Ehrenpreis für sein Lebenswerk an Olaf Casalich von Ougenweide.

>> Die CD gibt es für 15 Euro plus 3 Euro Versand hier.
>> Alle Texte des Albums hier.

30-JÄHRIGES JUBILÄUM
Am 15. Juni beging das Hofgeismarer Musiktheater Dingo sein Dreißigjähriges. Gefeiert wurde in der Lindenmühle Burguffeln. 12 Stunden Programm wurden geboten. Viele Dingo-Mitreiter aus 3 Jahrzehnten, dazu Freunde und Fans fanden sich ein. Es wurde ein schöner Tag mit Live-Musik, Videos und Diashows aus der gesamten Schaffenszeit und Streifzügen durch die Dingo-Historie.
Dingo-VäterFestredner wie Siegfried Sauer, Hans-Martin Wirth und Sandra Martini boten persönliche Erinnerungen an Ihre Begegnung mit Werk und Persönlichkeiten des rührigen Musiktheaters um die Dingo-Gründer Peter Will und Lothar Jahn (Foto). Erstmals wurde das Video zum Mysterienspiel "Elisabeth: Keine wie wir" gezeigt. Nachmittags wurde im Hof locker musziert und in Erinnenerungen geschwelgt, gleichzeitig konnte man drinnen Videos der Dingo-Großproduktionen "Avos!" und "Michels Wunderland" erleben. Am Abend gab Lothar Jahn seinen persönlichen Rückblick auf drei bewegte Jahrzehnte - natürlich mit Unterstützung aus dem aktuellen Ensemble, aber auch von alten Mitstreiten wie dem ersten Dingo-Hauptdarsteller Bernhard Hartung, dem E-Gitarren-King Andy Bräuer und dem inzwischen nach Flensburg abgewanderten Geigen-Maestro Benny Flux. Zum krönenden Abschluss fand sich Holger Schäfer, der "Minnesänger des Jahres" ein und stimmte gemeinsam mit  Dingo sein preisgekröntes Oswald.-Lied "Vil lieber grüesse süesse" an.

> Mehr Informationen zum Jubliläum hier.
> Plakat "30 Jahre Dingo" hier.
> Video-Erinnerungen zum 30jährigen: 
Dingo
Schluss-Sequenz von "Sinas Traum" Avos De moi doleros Elisabeth Sängerkrieg
Dingo Sinas Traum Avos! Wizlaw Elisabeth Sängerkriege


O MARIA FLOS VIRGINUM
Spirituell und meditativ
Bei der 1000-Jahr-Feier der Stadt Deisel sorgte es sogar beim Bürgermeister für eine Gänsehaut: das Programm "O Maria Flos Virginum"  des Musiktheaters Dingo: spirituelle und meditative Klänge aus dem Fundus der Cantigas de Santa Maria, der Mönchsgesänge aus Montserrat und der Minnesänger. 
Zum Konzert in Deisel schrieb die örtliche Tageszeitung: Der Gottesdienst am Sonntagmorgen hinterließ nachhaltigen Eindruck bei den Besuchern. Pfarrer Hans-Wilhelm Wolff und das Musiktheater Digo luden die Kirchgänger zu einer musikalischen Zeitreise ein und fanden großen Anklang. "Ich hatte eine Gänsehaut beim Wiedereintritt in die Realität, mit dem Markttreiben im strahlenden Sonnenschein dachte ich einmal mehr: Deisel lebt," beschrieb Bürgermeister Bernhard Klug die Wirkung. (HNA Hofgeismar, 6.9.05)
Bürgermeister Klug bedankte sich auch persönlich bei der Gesangssolistin Dagmar Jahn (Sopran) und bei Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn für das "beeindruckende Konzert". Das Programm war zuletzt in Kassel-Nordshausen und auf der Löwenburg zu erleben.

> Kirchen, Klöster und Kapellen sind der geeignete Ort für dieses Programm. Wer dort Konzerte veranstaltet, kann sich gern an uns wenden, dieses Programm spielen wir immer wieder mit Hingabe. Kontakt per E-mail hier.

LIVE-CD ERHÄLTLICH
Dingo in der Kirche
Es waren zwei ganz besondere Auftritte Ende März 2004: Bei der Nieheimer Kulturnacht und in der Altstädter Kirche Hofgeismar bot Dingo erstmals sein speziell für Kirchenräume entwickeltes Programm "O Maria Flos Virginum - Mittelaltermusik zwischen Minne und Maria" dar.
Dabei wurden die Bezüge von Marienverehrung in der geistlichen Musik des Mittelalters und der Anbetung der unerreichbaren Herrin im Minnesang spürbar. Die Aufnahmen von Gottfried Milde fangen die ergreifende Atmosphäre dieser Konzerte sehr gut ein. Als Gesangssolisten sind als Eckpfeiler die Sopranistin Dagmar Jahn und der markige Bass Jochen Faulhammer dabei. Dazwischen setzten Katharina grote Lambers (Alt), Reinhold Schmidt (Tenor) und Gisbert Ostermann (Bariton) weitere Akzente, jeder mit seiner ganz eigenen Note.

Die CD hat etwa eine Stunde Länge und enthält folgende Stücke:
Anonyme Antiphon: O Maria Flos Virginum
Llibre Vermell: Mariam Matrem
Llibre Vermell: Stella Splendens
Wizlaw von Rügen: Diese heilige Zeit
Alphons El Sabio: Santa Maria (Teil 1)
Walther von der Vogelweide: Ihr müsst nur schauen
Der wilde Alexander: Ach und weh
Gillebert de Berneville: De moi doleros
Von Obernburg: Im Herzen wund
Alphons El Sabio: Santa Maria (Teil 2)
Wizlaw von Rügen: Geh deinen Weg
Wizlaw von Rügen: Ave Maria
Reinmar von Hagenau: Der Ostertag
Neidhart von Reuental: Maien, dein heller Schein
Wizlaw von Rügen: Ich erwählte dich
Alphons El Sabio: Santa Maria (Teil 3)
Wizlaw von Rügen: Der Weckruf
Friedrich von Hausen: Abschied
Hartmann von Aue: Unterm Kreuze
Anonyme Antiphon: O Maria Flos Virginum
Walther von der Vogelweide: Palästinalied

> Die CD "O Maria Flos Virginum" kostet 15 Euro, hinzu kommt eine Versandpauschale von 2 Euro. Bestellung per E-mail! Zum gleichen Preis bietet Dingo auch die CD "Krippe und Kreuz" mit Geschichten, Gesängen und Gedichten zur Weihnacht an. Dabei gibt es gratis ein ausführliches Textbuch mit viel Stoff zum Nachdenken in der Weihnachtszeit dazu. Bestellung per E-mail!



Herrin Ines KottwitzMINNESÄNGER IM KINDERKANAL
Dingo bei "Wissen macht Ah!"
"Minnesang - was ist das?" Dies ist das Thema eines Beitrags zur beliebten Sendung "Wissen macht Ah!", der Anfang Oktober 2003 produziert wurde und immer wieder im Kinderkanal gezeigt wurde. Das Hofgeismarer Musiktheater Dingo erklärt darin in Spielszenen und Liedern, was es mit dieser Gattung mittelalterlicher Musik und Dichtung auf sich hat. 
"Die Dreharbeiten auf der Burg in Siegen haben viel Kraft gekostet," erinnert sich Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn. Dingo war mit einem guten Dutzend Akteure ins Siegerland gereist, um die Szenen und Lieder mit farbenfrohen Kostümen und stilechtem mittelalterlichen Instrumentarium fernsehgerecht zu präsentieren. "Doch es war ein Tag, an dem sich die Sonne nur selten blicken ließ und ein eiskalter Wind blies - zudem hatte das Fernsehteam vom WDR mit Problemen der technischen Anlage des alten Schlosses zu kämpfen." Schritt für Schritt konnte der Beitrag aber doch abgedreht werden - immer bestaunt von den zahlreichen Touristen, die zu einer Schlossbesichtigung gekommen waren und von der Szenerie ferngehalten werden mussten. Reinhold Schmidt, Jochen Faulhammer und Lothar Jahn stellen in dem Beitrag drei Minnesänger dar, die um die spröde Schlossherrin (Ines Kottwitz) werben. Einen der drei wird sie am Schluss für seinen Gesang mit einem Kuss belohnen! Wer bringt ihr Herz zum Schmelzen? Katja Engelhardt vom WDR, die den Beitrag gemeinsam mit Dr. Lothar Jahn vom Musiktheater Dingo konzipierte, zeigte sich am Ende sehr angetan von dem Ergebnis: "Das Einzige, was fehlt, ist ein wenig mehr Sendezeit, um die Musik besser wirken zu lassen," bedauert sie in einem Beitrag im Gästebuch der Homepage des Musiktheaters (www.musiktheater-dingo.de). Doch es geht der Sendung, die sich als eine Fortsetzung der "Sendung mit der Maus" für Schulkinder bis ins Jugendalter hinein versteht, in erster Linie um Wissensvermittlung über diese interessanten Epoche der Musik- und Literaturgeschichte. Drei Lieder aus der Feder der Minnesänger Wizlaw, Reinmar und Tanhuser sind zu hören. 

RÜCKBLENDE 

> Vor 3 Jahrzehnten: Fotorückblick auf die Rock-Oper "Dingo"
> Dingo 2007: Foto-Rückblick auf das Elisabeth-Mysterienspiel
>
Alle Auftrittstermine vom Musiktheater Dingo hier. 
> Ein paar Musikbeispiele finden sich bei My Space.
> Videos vom Musiktheater Dingo bei YouTube.


Rügentournee 
2003 "Wizlaw, der Verführer"

Ein großer Erfolg war die Rügen-Tournee vom Musiktheater Dingo Anfang August 2003. In fünf Aufführungen brachte das nordhessische Musiktheater "den verlorenen Sohn Wizlaw zurück auf die Insel", wie die Ostseezeitung schrieb.
Die Tournee war dem Minnesänger und Herrscher Wizlaw von Rügen gewidmet. Das Medieninteresse war groß - der NDR, die Deutsche Welle und das Mittelaltermagazin Karfunkel waren vor Ort, die Ostseezeitung berichtete auf ihrer überregionalen Kulturseite und sprach von einer "begeisternden Uraufführung" am 2.8. auf Ummanz, der NDR sprach von einem "Musical des 14. Jahrhunderts" und Karfunkel lobte Hauptdarsteller Reinhold Schmidt als "Idealbesetzung - einfach wunderbar". Es war für die Gruppe in den heißesten Tagen des "Jahrhundertsommers" ein unvergessliches Erlebnis, von dem man immer wieder gerne spricht. "Schön war's - und vielleicht hat's sogar geholfen," wie der "wilde" Alexander im Stück so richtig sagte. 

> Hier eine weitere Kritik der Ostseezeitung zum Liederabend mit Wizlaw-Liedern in Greifswald.
> Hier ein Rückblick der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeine zur Rügen-Tour.
> Hier gibt es den privaten Reiserückblick von Dingo-Leiter Dr. Lothar Jahn.
> Erinnerungs-Video zur Rügentournee: