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März 2004 bietet das Musiktheater Dingo ein konzertantes Programm
für Kirchen und Klöster an. "O Maria Flos Virginum"
enthält
Lieder, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert entstanden. Lieder, in
denen es um die ferne, idealisierte Frau geht - sei es nun Maria, die
in
ihrer ewigen Jungfräulichkeit wie ein Stern alles
überstrahlt,
oder sei es die geliebte Dame bei Hofe, die dem Minne-Diener viel
Freude
durch ihr liebliches Wesen, aber auch viel Leid durch ihre
Unerreichbarkeit
bringt.
Schon früh verglich man die Anbetung der Geliebten im hohen Sang mit der Marienverehrung. Und in der Tat gibt es da Überschneidungen. Maria, die unbefleckte, reine, anbetungswürdige Frau - sie war damals höchstes Ideal der Reinheit und Tugend. Ähnlich imaginierte der Minnesänger in seiner Dichtung auch die hohe Dame, der er seine Lieder widmete.
Doch während Maria als ferne Lichtgestalt immer ihre Anmut und Grazie behält, enthält das Minnelied seine Spannung daraus, dass der Minnesänger in all seinem entsagungsvollen Dienst für die Schöne, Edle und Gute auch voll von Verlangen nach der keuschen Dame ist. So dient er ihr mit wundem Herzen, voll von Sehnsucht nach einem einzigen freundlichen Blick, der ihm ein Ende seiner Qualen verspricht. Dargeboten werden die Lieder in Latein, Spanisch, Französisch und Deutsch (Mittelhochdeutsch, meist aber in hochdeutschen Nachdichtungen). Die Lieder wurden nach alten Handschriften transkribiert und für ein Instrumentarium arrangiert, das im Mittelalter üblichen Klangkörpern nachempfunden ist: Sackpfeifen und Harfe, Drehleier und Fidel, Flöten, Laute und allerlei Schlagwerk. Neben Sologesang in fünf Stimmlagen wird das Programm vor allem durch viel Chorgesang geprägt. Bei allen Versuchen, den originalen Klangvorstellungen des Mittelalters näher zu kommen, sind die Arrrangements sind jedoch nicht von Purismus und Kargheit gezeichnet, sondern wagen einen eigenen, intuitiven Zugang zum überlieferten Material. Das Musiktheater Dingo hat dieses meditative Programm ohne die sonst bei der Gruppe üblichen Theaterelemente speziell für Konzerte in Kirchen und Klostermauern entwickelt. Der geistliche Teil des Programms spannt sich vom Antiphon "O Maria Flos Virginum" über die volksnahen spanischen "Cantigas de Maria", die einst Alphons der Edle zusammentrug, bis hin zu den Gesängen der Mönche von Montserrat, die im "Llibre Vermell" fixiert wurden. Dem stellt die Gruppe entsagungsvolle Lieder aus der Feder der Minnesänger von Obernburg, Walther von der Vogelweide, Reinmar von Hagenau und dem "wilden Alexander" gegenüber. Die Verbindung zwischen dem geistlichen und weltlichen Teil schaffen die Werke von Wizlaw von Rügen, die sowohl klassische Minne- und Sangspruchdichtung als auch liturgische Gesänge umfassen. Zur Adventszeit ergänzt das Musiktheater Dingo das Programm um einige mittelalterliche Weihnachtslieder. Interessierte Veranstalter melden sich unter 05671-925355 oder per Mail!!!
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Foto: Thomas Thiele, HNA, Altstädter Kirche Hofgeismar, 2004 Das Musiktheater Dingo stellte am 27.3.2004 erstmals sein Programm "O Maria Flos Virginum" bei der Nieheimer Kulturnacht vor. Ein kurzer Ausschnitt ("Stella Splendens") wurde live im WDR-Fernsehen gesendet. Und
das schrieb die "Neue Westfälische", Höxter (29.3.04):
Die
CD kann für 15 Euro plus 2 Euro Versandpauschale per
Mail bei uns bestellt werden.
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