MINNESPIEL IM RITTERGUT
zum 900-jährigen Wülmersen-Jubiläum
Wie der edle Johannes von Stockhausen lernen musste,
angemessen um die Jungfer Gertrude zu werben...
Verena Keßler

Das Musiktheater Dingo zeigte die Premiere des Minnespiels im August 2008 auf dem Gelände des Wasserschlosses Wülmersen, im Mai 2009 gab es eine Wiederholung. Eine Rahmenhandlung war in der Freilichtbühne zu erleben, anschließend verteilten sich Künstler und Zuschauer auf dem ganzen Gelände. Dort gab es vom Märchen über Spielmannsmusik am Lagerfeuer bis hin zu Minneliedern und kirchlichen Klängen aus dem Mittelalter viele Attraktionen zu erleben. Auch zum Tanze wurde aufgespielt. Das Publikum amüsierte sich dabei sehr.

Minnespiel
Eröffnung des Minnespiels: Jan.-Marcus Lapp mit der Gruppe,

 

Die Handlung
Wülmersen, 1108. Heinrich II, Bischof von Paderborn, übergibt  das Tafelgut Wülmersen in die Hände der Mönche von Helmarshausen. Etwa zwei Jahrhunderte später will Johannes von Stockhausen, der als Burgmann bereits das Schicksal der Trendelburg und der Burg zu Münden bestimmt, sein verdienstvolles Wirken zum Wohle der Menschen auch auf das Gut Wülmersen ausdehnen. Zu diesem Zwecke wendet er sich an den windigen Abt Reimhold von Helmarshausen, der nur noch ein paar Ländereien verwalten darf. Der Abt leitet alles in die Wege. Doch vor der Erfüllung seines Traums steht für Johannes eine große Prüfung: Er muss das Herz der Erbin von Wülmersen, Gertrude von Markessen, gewinnen. Und auf die Minne versteht sich der geschäftige Herr nun überhaupt nicht. Er muss bei Dichtern, Sängern, Spielleuten und Künstlern in die Lehre gehen, um sich in des Minnewerbens Kunst zu schulen.

Malte Lange

Mitwirkende:
Johannes von Stockhausen - Malte Lange 
Gertrude von Markessen - Verena Kreßler 
Ihre Mutter - Susanne Schmidt 
Ihr Vater - Reinhold Schmidt 
Abt Reimbold - Bernd Bonnett 
Heinrich II, Bischof von Paderborn - Christian Zastrow
Erzählerin - Gerda Weinreich 
Die Spielleute, Sänger und Gaukler: 
Claudia Heidl - Rauschpfeife, Flöte, Chalumeau, Portativ 
Dagmar Jahn - Flöten, Cornamuse, Gesang
Jan Marcus Lapp - Drehleier 
Gisbert Ostermann - Gesang 
Lothar Jahn - Laute, Dommel, Cister 

Gäste:

Volker Wysk - Gesang, Laute 
Karin Gunia - Harfe 
Thomas Wiedemeier - Sackpfeife 
Frank Limbach - Erzähler Nibelungenlied 
Michel Jahn - Rahmentrommel 
Ritter Dietrich aus dem Reinhardswald - Dieter Uffelmann

Regie: Susanne Schmidt
Musikalische Leitung: Lothar Jahn 
Kostüme: Dagmar Jahn, Susanne Schmidt